Cubase 7 - Chord Track

Intro


Das Promotion-Video zum Chord Track gibt allenfalls einen allerersten Einstieg zum Thema. Der „Chord Assistant” erlaubt es auch jenen Usern, die von Musiktheorie nichts wissen (oder wissen wollen), Akkordfortschreitungen zu finden, wo sie zuvor die „Fachleute” – etwa den Gitarristen oder Keyboarder in ihrer Band – fragen mußten.

Damit erschöpft sich das Feature aber nicht. Es wäre mE. ein Fehler, wenn man, als „gestandener Musiker” – als Keyboarder oder Gitarrist, der über Akkorde alles weiß –, diese neue Funktionalität in Cubase schon im Ansatz als untauglich für die eigene Arbeit verwirft.



Let's say the director comes and he is like „OK, right here I want to be more sad, give me the sad chord”. You can just double-click, and instead going thru each part I can now say just make it a minor chord instead.

Greg Ondo bringt es auf den Punkt (wobei man mit dem Chord-Track-Feature weit verrücktere Dinge anstellen kann).



Chord Assistant


Im Chord Track von Cubase 7 gibt es ein Feature, das jetzt schon, noch bevor es bei den Usern angekommen ist und benutzt werden kann, durchaus kontrovers diskutiert wird: den „Chord Assistant“. Dabei geht es um einen Software-“Agenten“, der Vorschläge unterbreitet, welche Akkorde auf einen vorherigen Akkord folgen könnten – welche Akkorde hier „wohl klingen“ (wie es im Vokabular des deutschsprachigen Marketings heißt). Dabei geht es noch einen Schritt weiter: der Chord Assistant kann auch Vorschläge machen, welche Akkorde (Plural!) einen Ausgangs- mit einem Endakkord sinnvoll verbinden. Man definiert zB. die Folge aus Cmaj7-X-X-G7, wählt die beiden „X“-Chords an, und erhält eine Liste von Vorschlägen, welche Akkorde – im Rahmen von bestimmten, vom User einstellbaren Vorgaben – man hier sinnvoll einsetzen könnte.

Hinter dem Chord Assistant verbergen sich keine Listen, die zB. von Sounddesignern zusammengetragen wurden, sondern Algorithmen, die Musiktheorie abbilden. „Hinter dem Vorhang“ gibt es C++-Classes, die die Funktionen der Stufentheorie, Kadenzen, Skalen etc. pp. abstrahieren, die dann von der Software verwendet und miteinander – nach Regeln, die von Büchern über Musiktheorie abgekupfert sind – verknüpft werden, um die Vorschläge zu generieren.

Dabei ist der Ursprung des Features eine versteckte Wette. Einer unserer PO's („Product Owner“; ein Begriff aus Scrum) hatte sich die Konkurrenz angesehen, und war der Meinung, daß es ja wohl ein Einfaches wäre, da mit einem eigenen Entwurf für Cubase gegenzuhalten. Das ist natürlich gar nicht so einfach – sonst wären solche Features schon seit Jahren selbstverständlich für jede DAW, die sich auf dem Markt befindet. Für mich war das die Initialzündung, nachzuweisen, daß es zumindest für mich möglich ist, hier eine Lösung zu finden. Das Projekt – diese „Wette“, die ich nur mit mir selber abgeschlossen hatte – hat mich dann einige Monate beschäftigt, und zwar weit über den "nine to five"-Job hinaus, den ich bei Steinberg habe.

Jetzt – nachdem das Grundkonzept steht, und stabil läuft – ertappe ich mich regelmäßig, noch bis spät nachts mit den Vorschlägen des Chord Assistant zu spielen. Ich weiß ganz präzise, wie die Algorithmen funktionieren (ich habe sie schließlich geschrieben) – trotzdem bin ich vom klingenden Output wieder und wieder überrascht.



Die Vorschläge, die der Chord Assistant (CA) von Cubase 7 bietet, basieren (zunächst; da ist für zukünftige Erweiterungen ein großer Spielraum) auf zwei Algorithmen, zwischen denen der User auswählen kann (im „Mode“-Menu): „Cadence“, und „Common Notes“.

Letzterer basiert auf einem eher simplen Modell: Akkordfolgen klingen in der Praxis meistens sehr „gut“, wenn sie gemeinsame Noten haben. Die Folge zB. von „C-Dur“ nach „E-Moll“ hat zwei von drei Tönen gemeinsam, und es braucht keinen Doktor in den Musikwissenschaften, um zu verstehen, warum das sehr logisch – „gut” – klingt.

Dabei stolpert man aber auch bei der Verwendung dieses Algorithmus schon über Akkordfortschreitungen, die man nicht ohne weiteres aus dem Ärmel schüttelt: „C-Dur“ auf „Es-Dur“ ist noch im Rahmen üblicher Erwartungen (die beiden Akkorde teilen einen gemeinsamen Ton, das „G“, und sind „terzverwandt“). „Cj7“ und „Abm“ sind immer noch über einen gemeinsamen Ton miteinander verbunden – wobei man das „H“ in Cj7 enharmonisch mit dem „Cb“ in As-moll verwechseln muß, um den Zusammenhang zu sehen (der Algorithmus wirft hier ein Ergebnis aus, auf das man, selbst mit einem Background in Musiktheorie, erst einmal kommen muß).

Deutlich interessanter wird es, wenn man sich das „Cadence“-Modell im CA näher ansieht. Dort ist ein sehr strikter Algorithmus unterwegs, der für seine Vorschläge stur nur Akkorde in Erwägung zieht, die dem Modell der Kadenz folgen: I-IV-V-I [1].

Ein „C-Dur“-Akkord kann in einer Kadenz dreifach auftreten: auf der ersten Stufe (der CA schlägt, für die Folge, die IV. Stufe vor: F-Dur), auf der fünften (was im Kadenz-Modell wieder bei F-Dur landet, diesmal als I. Stufe) , und der vierten Stufe (der Vorschlag hier lautet: gehe weiter in die V. Stufe, nach D-Dur).

Was passiert, wenn man zB. einen „Nachfolger“ für D-Moll sucht? In der Dur-Kadenz kommt dieser Akkord nicht vor (wohl aber in den Moll-Kadenzen, die auf einem bestimmten „Complexity“-Level des CA auch in Erwägung gezogen werden, und Vorschläge produzieren). Dabei ist D-Moll (in C-Dur; auf der II. Stufe) ein Stellvertreter – ein „Substitut“ – für die IV. Stufe. Im Modell der Kadenz kann hier also „G-Dur“ – als V. Stufe – folgen. - Das ist das Vorgehen des CA, wenn man „Substitute Source Chord“ aktiviert.

Im nächsten Level wird, bei den Vorschlägen, auch das „Ziel“ „Opfer“ von Substitut-Bildung. Auf „C-Dur“ kann „F-Dur“ folgen – oder sein Substitut, „D-Moll“. Das ist dann einer der Vorschläge, die man bekommt, wenn man „Substitute Destination Chord“ aktiviert.

Um das Thema kurz zu Ende zu bringen: „Second Level Substitutes“ (mein privater Sprachgebrauch) sind Alternativen zu den „üblichen“ Substituten: „C“ (als I. Stufe) kann zuerst von der VI. Stufe substituiert (ersetzt) werden (A-Moll), alternativ aber auch von der III. Stufe (E-Moll - was sehr viel „schwächer“ klingt); usf. – „Altered Substitutes“ beziehen sich besonders auf Alterationen der V. Stufe – im Jazz ist es zB. gängige Praxis, einen G7 durch einen Db7 zu ersetzten (Tritonus-Substitut).

Dabei ist das Thema – in der aktuellen Implementierung des CA – noch längst nicht ausgereizt.

  1. [1] Man kann, als User, sogar noch das Kadenz-Modell wählen – ich lasse das zunächst mal außen vor.


Die Ausführungen in meinem letzten Eintrag sollen den theoretischen Hintergrund hinter dem CA zeigen, aber niemanden verschrecken, der ihn auch ohne Kenntnisse von Musiktheorie benutzen will – wahrscheinlich habe ich aber genau das (das Verschrecken) gerade erreicht.

Um es klar zu stellen: für die Bedienung des CA braucht man definitiv keinen Abschluß in den Musikwissenschaften, um ihn wirkungsvoll zu verwenden.

Es gibt den „Complexity“-Slider, mit dem man bestimmt, wie „wild“ die generierten Vorschläge werden – man fährt ihn hoch und runter, und vertraut besser auf das eigene Ohr, welche Akkordfortschreitungen man mag, und welche nicht. Ein Filter im Hirn, getränkt mit theoretischem Wissen, ist hier vielleicht sogar ein Hindernis, wenn man beurteilen will, was „richtig” klingt.

Ich kann mir eine weitere, eher theoretische, Bemerkung nicht verkneifen:

  • Auf jeden Akkord kann jeder andere folgen.
  • Es gibt keine falschen Töne, wenn man zB. ein Solo über ihn versucht.
  • In der Systematik der Akkorde in Cubase gibt es sechs Dreiklangs- und zehn Vierklangstypen (erweiterbar durch Tensions), die man dann durch alle zwölf Tonarten scheuchen kann; in der Summe sind das gerade einmal 192 Akkorde. Für jede beliebige Verbindung zwischen ihnen läßt sich eine Logik etablieren, die sie „sinnvoll“ macht – man muß nur wissen (nicht wissen; vielmehr: hören), wie man sie in einen Kontext so einbettet, daß sie Sinn ergibt.

    Gleiches gilt für die zwölf Töne der chromatischen Tonleiter. Jeden von ihnen kann man über jeden Akkord verwenden – man muß nur wissen (bzw. wieder: hören), wie man ihn in einen Zusammenhang so verfrachtet, daß er sinnvoll – „schön“ – klingt.

    Vor diesem Hintergrund wird vielleicht deutlich, daß eine Software, wie der CA, keine „richtigen“ Vorschläge machen kann – alles ist möglich, und deshalb ist es komplett unmöglich, Akkordprogressionen mit dem Computer zu generieren, die automatisch „richtig“ sind.

    Es braucht ein musikalisches Ohr, das hier möglichst präzise hinterher hört.



    Intro 2


    Hier ist mein erstes selbst gebrautes YouTube-Video; zu einem Thema, das mich seit Jahren beschäftigt



    Voicings


    Wenn man Akkordsymbole „abspielen“ will, lautet die Frage: wie funktioniert der „Übersetzter“ der Symbole in konkrete Noten? Diese Frage klingt auf den ersten Blick trivial, ist es aber nicht (zumindest aus der Sicht der Software; bzw. des Entwicklers, der sie schreibt).

    Akkordsymbole sind eher abstrakte Anweisungen, was man da zu spielen hat – noch abstrakter sogar als der Generalbaß in der Barockmusik. Ein C-Dur-Symbol etwa beschreibt Grundton, große Terz und (reine) Quinte; nicht aber, in welcher Lage oder in welcher Reihenfolge die Töne klingen sollen.

    Zum einen hängt es vom konkreten Instrument ab, wie sie umgesetzt werden. Eine Gitarre etwa verteilt die Töne komplett anders, als das auf einem Klavier geschieht. Wo selbst ein eher durchschnittlicher Klavierspieler Umkehrungen gewissermaßen aus dem Ärmel schüttelt, ist ein Gitarrist mit einem unübersichtlichen Verhau an Saiten und Bünden beschäftigt, wo solche Variationen eines Akkordes nur einem echten Könner auf dem Instrument zur Verfügung stehen. Normalerweise verfügt ein Gitarrist über eine eher begrenzte Auswahl an Griffmustern – im Unterschied zum Pianisten, der die Töne auf seiner Tastatur, in fast abstrakter Form, vor sich sieht.

    Mehr noch: auch die Fähigkeit eines Instrumentalisten, sich in einer bestimmten Stilistik zurecht zu finden, bestimmt darüber, wie er „Voicings“ über Akkordsymbole bildet. Einen C7-Akkord wird man zB. im Blues – auf demselben Instrument – völlig anders spielen (dh., in konkrete Töne „übersetzten“), als im Jazz. Jemand, der die Akkorde eines Jazz-Standards im Stil der 30er zum Klingen bringt, wird einen C7 eher simpel, als Vierklang inklusive der Quinte, spielen. Im Modern Jazz wird man kaum einen Pianisten (oder Gitarristen) finden, der die Quinte (wenn überhaupt) ohne Alteration spielt – statt dessen werden „upper tensions“ hinzugefügt, obwohl das im zugrunde liegenden Akkordsymbol nicht einmal angedeutet ist.

    In Cubase 7 gibt es eine Instanz, die „Chords“ (Akkordsymbole) in „Voicings“ (konkrete Noten) übersetzt. Dabei ist das kein Algorithmus, der fest verdrahtet nur das produziert, was die Programmierer über Voicings „wußten“, sondern ein Layer, auf das auch die Benutzer einigen Einfluß haben.



    Chord Track: Voicing Options

    Voicings in Cubase sind organisiert in Bibliotheken (Libraries), die beschreiben, wie die unterschiedlichen Akkordtypen (Dur, Moll, etc.) von verschiedenen Instrumenten gespielt werden. Momentan gibt es drei solcher Libraries: für Gitarre; für Piano; und eine, die generische „Basics“ implementiert. Jede Library besteht wiederum aus Unterrubriken, die unterschiedliche Stilistiken beschreiben (später dazu mehr).

    Chord Track: Voicing Options

    Akkordsymbole werden von Cubase bei drei Gelegenheiten in konkrete Noten (i.e. Voicings) „übersetzt“:

  • Beim „Cueing“ eines Akkordes (wenn man ein Akkordsymbol anklickt, oder editiert);
  • beim Abspielen des Chordtracks im „Play“ des Sequencers;
  • und beim „Mapping“ der Noten auf all jenen Tracks, für die „Follow Chord Track“ aktiviert wurde.
  • In den ersten beiden Fällen hat man es immer mit dem Algorithmus zu tun, der sich um die „Voicings“ kümmert; im dritten nur dann, wenn das „Mapping“ auf „Voicings“ bzw. „Single Voice“ geschaltet ist.

    Immer dann, wenn ein Akkordsymbol in konkrete Noten – eben ein Voicing – „übersetzt“ werden muß, schaut der Algorithmus in der gerade aktivierten Library nach, welche Voicings für diesen Akkord zur Verfügung stehen (wobei die Vorgaben für die zu verwendenden „Unterrubriken“ – i.e. Stilistiken – berücksichtigt werden).

    Chord Track: Voicing Options

    Der Algorithmus entscheidet dann, welche Voicings „am Besten“ zum Akkordsymbol passen. Dabei gibt es hier kein „richtig“ oder „falsch“, und keine „eindeutige“ Übersetzung. Unter bestimmten (vom User editierbaren) Vorgaben innerhalb der Voicing-Library gibt es etwa keinen Unterschied zwischen den Voicings für ein C7- oder ein C7/b9/13-Symbol. Im anderen Extrem produziert das C7-Symbol Voicings mit hoch- oder tiefalterierten Quinte, 9, oder 13 (auch auf die Regeln für diese „Übersetzungen” komme ich später zurück).

    Wenn ich die Absätze oben Korrektur lese, hört sich das fürchterlich kompliziert und sehr abstrakt an. In der Praxis (und deshalb muß ich zu dem Thema unbedingt noch ein Video machen) ist das Konzept aber durchaus logisch, und auch ohne großes Hirnverbiegen bedienbar.

    Man muß jedoch erst einmal von der Idee Abschied nehmen, daß ein Akkordsymbol die konkret klingenden Noten beschreibt. Man könnte sich einen Computer-Algorithmus wünschen, der genau diese Eindeutigkeit auch herstellt. Wenn man das versucht (und ich habe genau das bei der Umsetzung des Algorithmus hinter den „Basic”-Voicings auch getan) klingt das dann aber genau danach: nach Computer, und nicht nach Musik.



    Wenn man ein Akkordsymbol auf dem Chordtrack anklickt, wird es abgespielt. Dabei wird aber nicht das Symbol abgespielt, sondern eines von vielen möglichen Voicings, die mit ihm assoziiert sind.

    Das klingt erst einmal nach überzogener Haarspalterei. Wenn man dem Konzept aber eine Chance gibt, sieht das anders aus: genau so verfährt nämlich jeder Instrumentalist, wenn er ein Akkordsymbol sieht, und es für sein Instrument interpretiert.

    Der „Interpreter” eines Akkordsymbols in konkrete Noten – eben ein „Voicing” – ist in Cubase der Algorithmus hinter den „Voicing“-Optionen (die man im Track-Inspektor editieren kann).

    Momentan gibt es drei Bibliotheken („Libraries“), die Voicings – i.e. die Umsetzung eines Akkordsymbols in konkrete Noten – beschreiben: „Piano“, „Guitar“, und „Basic“. In jeder dieser Libraries geht es darum, abzubilden, wie ein konkreter Musiker an diesem Instrument ein Akkordsymbol interpretieren würde. Die „Piano“-Library beschreibt „Voicings“, wie sie ein Pianist spielt. Die „Guitar“-Library tut dasselbe für Akkorde, wie sie ein Gitarrist greifen kann. Die „Basic“-Library schließlich verwendet einen Computeralgorithmus, um aus Akkordsymbolen Voicings zu generieren.

  • Die Piano-Library besteht aus einer recht umfangreichen Liste von Voicings, wie man sie auf einer Klaviatur spielen kann. Dabei werden bestimmte Varianten von einem Algorithmus berechnet (Umkehrungen und „Drops“ lassen sich leicht vom Computer generieren; auch für Transpositionen quer durch die Oktaven ist der Computer gut genug).
  • Die Guitar-Library besteht aus Voicings, die man auf einer Gitarre tatsächlich so greifen kann. Dafür wurden Griffbilder benutzt, die man in der „Guitar Library“ im Score-Editor editiert hat. Die einfachen Sachen habe ich selber gebaut (mit freundlicher Unterstützung des Internet). Die „Modern Jazz“-Voicings hat ein Gitarrist gebastelt , der „seine Voicings“ in der Praxis auch so spielen kann – er hat mit Cubase 6 eine „Guitar Library“ im Score-Editor erstellt, die ich dann mit einem Script in Voicings so übersetzt habe, daß sie der Chordtrack versteht.
  • Die „Basic“-Library basiert ausschließlich auf einem Algorithmus. Der Computer addiert für jede im Chord-Editor anwählbare Tension auch eine Note, egal, ob das „gut“ klingt, oder nicht. Die Ergebnisse dieser „Interpretation“ sind gar nicht so schlecht – zumindest sind sie definitiv vorhersagbar.
  • Der Vorteil dieses Ansatzes liegt mE. auf der Hand: die Umsetzung von Akkorden in konkrete Noten liegt nicht in „clever“ programmierten Algorithmen, sondern läßt sich von Sounddesignern bestimmen – von Experten nicht in der Programmierung von Computern, sondern solchen im Umgang mit konkreten Musikinstrumenten.

    Es gibt hier genau einen Nachteil: das in Cubase realisierte Konzept ist (soweit ich das weiß) komplett neu. Man muß es erst lernen, bevor man es produktiv nutzen kann[1].

    1. [1] Das Statement klingt, zugegeben, einigermaßen arrogant. So verrückt es ist, gilt die Aufforderung, Neuland erst zu lernen, aber auch für mich selbst. Ich stolpere gerade über Anwendungen für meine eigene musikalische Praxis, die ich nicht im Mindesten auf dem Zettel hatte, als wir dabei waren, das Feature zu implementieren. - Aber das ist dann sogar Arroganz hoch zwei.



    Ich fasse mal die Regeln zusammen, die, im Chordtrack von Cubase, hinter der Übersetzung eines Akkordsymbols in ein Voicing stehen:

  • Cubase definiert sechs Dreiklangs- und zehn Vierklangstypen, die durch ein Akkordsymbol beschrieben werden können[1].
  • Um ein zu dem Akkordsymbol passendes Voicing zu finden, wird eine Liste von Voicings durchsucht, die zu diesem Akkordtyp passen. Im ersten Schritt werden alle Voicings eingesammelt, die zB. einen „C7“ beschreiben – zunächst ohne die Vorgaben über die „Tensions“, die der User bei der Beschreibung dieses Akkordsymbols gemacht hat.
  • Danach werden die Voicings danach sortiert, wie genau sie der Vorgabe durch das Akkordsymbol entsprechen. Beispiel: C7/9/13. Wenn sich unter den Voicings ein „C7/9/13“ genau so findet, ist das dann die einzige Option im Angebot. Sonst landet ein „C7/9“ und ein „C7/13“ (sofern solche Voicings zur Verfügung stehen) gleichwertig in der Liste der Optionen.
  • Wenn hier noch immer kein Voicing „paßt“, werden alle Voicings, die zumindest dem Grundtyp (C7 = C/E/Bb) entsprechen, aufgelistet.
  • Dann erst, wenn all das fehlschlägt, gibt der Algorithmus auf. In einer Voicing-Library, die nur Dreiklänge enthält, gibt es hier keine Lösung – u.a. keinen Sound – für einen Vierklang.
  • Der Algorithmus ist hier gnadenlos konsequent, weil er nur den Vorgaben folgt, die der User macht. Wenn man zB. die „Triads“ in der „Guitar“-Library aktiviert, geht jede Suche für einen Vierklang fehl – mit dem Resultat, daß man dann gar nichts hört.
    1. [1] Es könnten mehr sein, oder eher weniger; den „sus2“-Typ zB. halte ich, persönlich, für eher überflüssig.



    Make Chords


    Mit dem Chordtrack kann man nicht nur Akkordfolgen von „scratch“ entwickeln, sondern auch bestehendes Material weiter verarbeiten – ein MIDI-File etwa, oder einen Song, dem man mit neuen Ideen eine neue Wendung geben will.

    Man startet dann mit einem Projekt, dem zunächst eines fehlt: der Chordtrack.

    Make Chords Dialog

    Im Menu von Cubase gibt es (unter „Project > Chord Track > Make Chords“) eine Option, mit der man das existierende Material analysieren und in Akkordsymbole „übersetzen“ kann. Man selektiert einen Track, wählt „Make Chords“, und bekommt einen Chordtrack mit den Symbolen, die die Akkorde im Track ausdrücken.

    Man kann „Make Chords“ (was wohl besser „Make Chord Symbols“ heißen sollte) auf mehreren Ebenen aufrufen:

  • durch Selektion von einem oder mehreren Tracks;
  • von einem oder mehreren Parts;
  • oder aber auch durch Selektion von Noten im Key- oder Score-Editor.
  • Die beiden ersten Optionen im Dialog beziehen sich nur auf die Optik der Analyse. „Include Bass Notes / Tensions“ legen fest, ob Bassnoten bzw. Tensions in den Chordsymbolen auch angezeigt werden, oder nicht.

    Die „Ignore“-Option hingegen bestimmt darüber, welche minimale Länge Noten haben müssen, wenn sie in die Analyse eingehen. Diese Option ist voreingestellt auf 16tel-Noten – je nach Material muß man aber andere Werte einstellen, um sinnvolle Ergebnisse zu bekommen. Eine Stilistik, in der sehr kurze Akkorde vorkommen (Funk etc.pp.) braucht einen deutlich kleineren Wert; wenn zB. Vorschlagnoten oder bewegte Baßläufe die grundlegenden Akkorde umspielen, sollte man hier einen größeren Wert versuchen.

    Generell sollte man von der Funktion nicht erwarten, daß sie stets die erwarteten Ergebnisse liefert. Sie ist, soweit ich das überblicke, fehlerfrei – dennoch kann ein Computeralgorithmus nicht im Entferntesten mit einem Ohr mithalten, das Zusammenhänge auch dann erkennt, wenn sie objektiv gar nicht gegeben sind. „Powerchords“ mit fehlender Terz zB. fallen aus der Analyse heraus, obwohl ein Hörer aus dem Kontext meist mühelos erschließt, ob es sich um Dur oder Moll handelt.

    Das Ergebnis der Analyse ist stark abhängig von dem Material, mit dem man sie füttert. Ein Piano, das auch noch Melodielinien spielt, ergibt in der Analyse womöglich einen Akkord für jeden Ton in der Melodie; dasselbe trifft zu für einen Bass, der nicht nur Grundtöne spielt, sondern Vorhalte und chromatische Überleitungen.



    Follow Chords


    Wenn man in Cubase 7 einen Track auf „Follow Chord Track“ schaltet, muß man sich mit einer Dialogbox beschäftigen, deren Optionen alles mögliche sind, bloß nicht „selbst erklärend“.

    Follow Chords Dialog

    Ich habe bislang einen großen Bogen darum geschlagen (das ist, in einer unübersetzbaren Phrase im Englischen, „the elephant in the room“); u.a., weil ich hoffte, daß es einen Weg gibt, diesen Dialog los zu werden. Bei aller Mühe finde ich keine Möglichkeit, ihn zu vermeiden.

    Der Reihe nach.

    Es gibt zwei grundlegend unterschiedliche „Usecases“, wenn man mit dem Chordtrack arbeiten will:

  • Man startet mit einem leeren Projekt; man beginnt „from scratch“, eine harmonische Struktur zu entwickeln, aus der dann alles andere folgt (Melodie; Rhythmik).
  • Man hat einen Song, für den man man Alternativen (bzw. Variationen) in der Harmonik sucht.
  • Das Vorgehen ist jeweils ganz unterschiedlich. Im ersten Fall startet man mit den Akkorden, und versucht erst später, das „harmonische Gerüst“ mit Inhalt zu füllen. Man unterlegt es mit Patterns, indem man (wie in beiden meiner Tutorial-Videos) zB. eine Aufnahme macht, die eine Rhythmik in C-Dur enthält; oder man verwendet MIDI-Loops, die ebenfalls in nur einer Tonart vorliegen.

    Im andern Fall geht man von Material aus, das bereits Akkordbewegungen enthält – einem Song zB., der in seiner Strophe auf einer Dur-Kadenz basiert, für die man jetzt eine Variation in Moll sucht. Man startet dann nicht mit dem Chordtrack, sondern muß ihn – zB. via „Make Chords“ - erst generieren.

    Wenn man im ersten Szenario die „Follow“-Option einschaltet, ist der Chordtrack „out of snyc“ mit dem eingespielten bzw. importierten Material. Bevor die Algorithmen des Chordtrack solch einen Track mit den folgenden Edit-Operationen synchronisieren können, muß klar sein, in welchem Verhältnis die neu aufgenommene (bzw. importierte) Musik zu den bestehenden Akkord steht. In dem diskutierten Dialog sagt man dann: „Synchronize Track Data with Chord Track First“.

    Im zweiten Fall – nach der Analyse von schon existierender Musik in Akkordsymbole auf einen neuen Chordtrack – ist das Verhältnis der Töne zu den Akkorden bereits geklärt. Die Algorithmen (in Cubase) „wissen bereits“, in welcher Beziehung das Ausgangsmaterial zu den Akkorden steht: dies ist ein Grundton; dies die Terz (die große Terz in einem Dur-Akkord, die zu einer kleinen Terz wird, wenn der User zB. einen C-Dur-Akkord in einen C-Moll editiert); und dies ein Ton, der außerhalb von Skalen und Akkorden steht, und zB. ein chromatischer Vorhalt ist. – Man sollte dann die „Follow Directly“-Option aktivieren.



    Editing


    Das möglicherweise wichtigste Feature im Rahmen des Chordtracks habe ich bislang nicht einmal angedeutet: man kann „Follow Chords“ auch wieder ausschalten.

    Wenn ich das betone, hört sich das im ersten Moment vielleicht ein wenig komisch an. Tatsächlich ist das aber ein Feature, das ich bei einigen Demos immer wieder hervorheben und in seiner Bedeutung auch einem Publikum ausführlicher erklären mußte, das keine Probleme hatte, Konzepte wie „Kadenz-Substitute“ (im Chord Assistant) oder „Voicings“ zu verstehen.

    Alles, was mit der Musik auf einem Track geschieht, der auf „Follow Chord Track“ geschaltet ist, folgt derselben Logik, die am Werke ist, wenn man das Material „händisch“ editiert.

    Anders formuliert: wenn man ein Akkordsymbol auf dem Chordtrack verändert – mit der Folge, daß alle auf „Follow“ geschalteten Tracks angepaßt/„verbogen“ werden – folgt das derselben Logik, die zuschlägt, wenn man die Noten einzeln, mit der Maus, editiert. Der einzige Unterschied ist hier, daß man nicht dutzende oder hunderte einzelner Schritte ausführt, sondern daß alle Edits in einer einzelnen Operation gesammelt werden.

    Nochmal anders: man verändert im Chordtrack einen C-Dur in einen C-Moll-Akkord. In allen Tracks, die dem Chordtrack folgen, wird jedes „E“ zum „Es“. Die Art und Weise, wie das geschieht, ist dieselbe, als wenn man jeden Track im Editor bearbeitet, und jedes „E“ mit der Maus anfaßt und einen Halbtonschritt nach unten bewegt – mit dem Unterschied, daß all diese Aktionen in eine einzige Aktion konsolidiert werden.

    Manipulationen auf der Ebene des Chordtracks verhalten sich exakt so, wie jede andere „Edit“-Operation in Cubase – zB. Quantize, Transpose, oder all das, was man mit dem Logical Editor machen kann. Man kann sie mit „Undo“ rückgängig machen, die Ergebnisse permanent abspeichern, oder sie nachträglich einem „fine tuning“ unterziehen.

    Wenn man mit dem Chordtrack – via „Follow“ – Musik „verbogen“ hat, kann man „Follow“ ausschalten (und sogar den Chordtrack löschen), und an den feineren Details weiter arbeiten. Diese Veränderungen – diese „Verbiegungen“ – sind nicht temporär an den Chordtrack gebunden, sondern Edit-Operationen, die die Daten permanent verändern.

    Ich habe jetzt das Gleiche ungefähr fünfmal gesagt – sorry, falls man das langweilig findet; hoffentlich wird das Konzept jetzt aber ein wenig besser verständlich.



    Der schwerer Einstieg


    Zum Chordtrack gibt es das Statement: „Generell ist das Feature eher technisch ausgerichtet“.

    Das kann ich nur unterschreiben. Tatsächlich bin ich sogar ein Fan davon, zumindest die „innovativen“ Features in Cubase so zu gestalten, daß sie keine(!) konkreten „Usecases“ abdecken, sondern den Usern möglichst großen Raum geben, selber kreativ zu werden. Das führt dann oft dazu, daß ein User erst einmal ein eher abstraktes Konzept lernen muß, bevor er es für seine eigene Arbeit kreativ nutzen kann. Dafür hat er dann Optionen, die nicht auf von Steinberg im Vorhinein „festgetackerte“ Arbeitsschritte – eben sog. Usecases – festlegt sind.

    Es ist – meiner Erfahrung nach – irre schwierig, eine Balance zu finden zwischen Einstiegshürden auf der einen, und Einschränkungen in der Benutzbarkeit auf der anderen Seite[1].

    Kreative Tools[2] wie der Chordtrack verursachen dabei zwei Probleme, die man mE. strikt auseinander halten muß:

  • Hürden bei dem Umgang mit der Software.
  • Hürden im Umgang mit der Problem-Domain.
  • Ein gutes Beispiel für letzteres ist der Mixer. Es gibt bei Steinberg wohl niemanden, der größere Probleme damit hat, dort (in dieser Problem-Domain) das ganze Feld von Features wie Routing, Inserts, Sends, Equalizer, Side-Chain etc. pp. zu verstehen. Wir sind hier alle Domain-Experten. Dabei hätte (habe!) ich durchaus Probleme, einem Außenstehenden meinen eher rudimentären Gebrauch des 12-Kanal-Mischpults zu erklären, mit dem ich die verschiedenen Multi-Media-Geräte in meinem Wohnzimmer so verdrahte, daß 5.1 Surround möglich ist.

    Für eine bestimmte Gruppe von Usern gilt genau dasselbe hinsichtlich des Chordtracks: sie wissen sehr genau, was man mit solch einem Feature machen kann. „Voicings“, „Tensions“, „Kadenz“ sind für sie genauso selbstverständliche Begriffe wie „Sends“ etc. für all jene User, die ein Mischpult alltäglich benutzen[3].

    Dann gibt es – auf einer zweiten, komplett anderen Ebene – das grundlegende Problem, daß es ein User mit einer konkreten Umsetzung seiner Wissens-Domain in Software zu tun hat. Selbst jemand, der sich mit den Features eines (Hardware-)Mischpults bestens auskennt, kann an einer Software scheitern, die mit Konzepten arbeitet, die er nicht versteht (indem sie zB. die Einstellungen für „Multi-Outs” auf verschiedene Ausgänge des Mischpults so versteckt, daß er sie nur sehr schwer findet).

    Gleiches gilt für den Chordtrack. Selbst wenn ein User zB. weiß, daß ein Akkordsymbol nicht direkt abspielbar ist, muß er erst einmal die Stelle finden, an welcher Stelle im GUI („Grafic User Interface”) der Software man einem Akkordsymbol ein Voicing zuweist.

    Usf.

    Als Entwickler pendelt man im Design des GUI zwischen zwei sehr unterschiedlichen Polen, und adressiert sehr unterschiedliche Gruppen von „Bedürfnissen” (aka GUI-Needs):

  • User, die Domainexptern sind (oder nicht; bzw. das Domainwissen erst lernen müssen).
  • User, die das grundlegende Konzept der Software verstehen (oder nicht; bzw. eine überaus komplexe Software wie Cubase konzeptionell erst verstehen müssen).
  • Konkret für den Chordtrack ist der Kompromiß, den man zwischen diesen beiden Polen versucht hat, längst nicht optimal gelungen. Das Problem – diese Komplexität – bekommt man aber nicht aus der Welt, indem man an Symptomen bastelt.

    1. [1] Kritik von den Usern – im Cubase-Forum zB. – bezieht sich interessanterweise meist auf Letzteres.
    2. [2] Der Mixer in Cubase ist ein Bereich, für den das genauso zutrifft – ein Einsteiger hat damit zuerst definitiv keine Chance. Dasselbe trifft zu zB. für den Score-Editor.
    3. [3] Im Bereich des Chordtracks heißt die "Problem-Domain": Musiktheorie.



    Nachtrag


    Die Zahl der „Video Views“ auf meine Versuche, den Chordtrack von Cubase zu erklären, ist seit heute fünfstellig. Im Vergleich zu den millionenfachen Zugriffen auf die wirklich populären Videos bei YouTube ist das natürlich ein Witz. Dabei adressieren meine Videos eine extreme Nische; sind in deutsch; nirgendwo verlinkt oder „embedded“ (soweit ich das mit meinen Tools sehen kann); zudem komplett unprofessionell in ihrer Umsetzung.

    Insofern ist die Zahl der Zugriffe durchaus ein Erfolg – insofern wäre es auch ein Fehler, würde ich das Mikrophon und die Screen-Capture-Software in die Ecke stellen. Offenbar besteht ein gewisser Bedarf an solchen Hilfen, und ich sehe es durchaus als meinen Job, diesen Bedarf (zumindest hilfsweise) zu bedienen.

    Es gibt drei Aspekte, die ich versuche, in Balance zu bekommen, und die mich momentan daran hindern, das Projekt „YouTube“ weiter zu verfolgen:

    • Es fällt mir schwer, ins Mikrophon zu sprechen. Für mich ist das echte Arbeit; dann noch Arbeit, die mich im auch im Ergebnis nicht recht befriedigt.

    • Diese Tutorials müssen genau das sein, was sie sind: nicht eine Verlängerung des Marketings der Firma, bei der ich mein Geld verdiene, sondern das unabhängige Angebot eines Privatmanns (sofern das bei solcher Verquickung der Umstände überhaupt geht).

    • Ich könnte bei der Produktion dieser Videos Hilfe brauchen – in technischer Hinsicht, bei der Aufnahme; aber auch zB. bei der Herausforderung, die Texte zu sprechen (auch in englischer Sprache). - Der 3. Punkt steht in komplettem Widerspruch zu Punkt 2, und ich habe dafür keine Lösung



    Kritik im Keybard-Magazin


    The Chord Track is essentially a tool to remap MIDI notes, but that would be like describing three-dimensional chess as a board game. Still, it’s not a difficult concept: […]

    […]

    What’s most attractive about Cubase 7 is its outstanding bent for providing tantalizing, one-of-a-kind creative tools that are aimed clearly at the “musician who wants to compose a song” more than the “engineer who wants to emulate a huge console and rack of outboard gear.” Both of those are legitimate approaches to designing a DAW, but for anyone who identifies more with the former, Cubase 7 will cut through the utilitarian tedium of modern-day recording and inspire your muse in all the right ways.

    Marty Cutler faßt hier den springenden Punkt (in Betreff des Chordtrack-Features; im Review von Cubase 7 im amerikanischen „Keyboard”) knapp und treffend zusammen – ich kann dem nur zustimmen, soweit dies meine Sicht der Dinge betrifft.

    (Links im Zitat von mir)



    Fans


    Man hat mich kürzlich zum Gott erhoben.

    So sehr mich das schmeichelt, wünschte ich schon, daß man auf dem Teppich bleibt.

    Software-Entwicklung ist gesellschaftliche Arbeit; ohne funktionierendes Teamwork bekommt man keine Zeile Code geschrieben.



    Kritik bei MusicTech


    Cubase has always had more tools for working with MIDI and notation than most other DAWs and this trend continues in Cubase 7, which features Chord Tracks. These are a kind of MIDI track designed to aid composition by making it possible to create complex chords with just a few clicks. Better still, they are capable of far more than simply creating chords, and you get advanced scale, playback and even chord suggestion options to help you along.

    Regardless of whether you’re a beginner or a professional looking to save time, Chord Tracks can be a great boost to your music-making. Let’s look at how they work in the first of our Cubase 7 Tutorials.

    Bei MusicTech findet sich eine sehr wohlwollende Einführung in das Thema „Chord Track”. Hollin Jones' Sicht auf das Thema (wie auch seine grundsätzliche Bewertung von Cubase) kann ich nur unterstreichen.



    Tutorial: Mozart


    Ich gebe zu, ich habe das Video nur ausschnittsweise gesehen. So schon bin ich nicht schlecht am Staunen, was man mit dem Chordtrack-Feature anstellen kann.



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