28.1.2013

Cubase 7 - Chord Track - Follow Chord Track

(Thema)

Wenn man in Cubase 7 einen Track auf „Follow Chord Track“ schaltet, muß man sich mit einer Dialogbox beschäftigen, deren Optionen alles mögliche sind, bloß nicht „selbst erklärend“.

Follow Chords Dialog

Ich habe bislang einen großen Bogen darum geschlagen (das ist, in einer unübersetzbaren Phrase im Englischen, „the elephant in the room“); u.a., weil ich hoffte, daß es einen Weg gibt, diesen Dialog los zu werden. Bei aller Mühe finde ich keine Möglichkeit, ihn zu vermeiden.

Der Reihe nach.

Es gibt zwei grundlegend unterschiedliche „Usecases“, wenn man mit dem Chordtrack arbeiten will:

  • Man startet mit einem leeren Projekt; man beginnt „from scratch“, eine harmonische Struktur zu entwickeln, aus der dann alles andere folgt (Melodie; Rhythmik).
  • Man hat einen Song, für den man man Alternativen (bzw. Variationen) in der Harmonik sucht.
  • Das Vorgehen ist jeweils ganz unterschiedlich. Im ersten Fall startet man mit den Akkorden, und versucht erst später, das „harmonische Gerüst“ mit Inhalt zu füllen. Man unterlegt es mit Patterns, indem man (wie in beiden meiner Tutorial-Videos) zB. eine Aufnahme macht, die eine Rhythmik in C-Dur enthält; oder man verwendet MIDI-Loops, die ebenfalls in nur einer Tonart vorliegen.

    Im andern Fall geht man von Material aus, das bereits Akkordbewegungen enthält – einem Song zB., der in seiner Strophe auf einer Dur-Kadenz basiert, für die man jetzt eine Variation in Moll sucht. Man startet dann nicht mit dem Chordtrack, sondern muß ihn – zB. via „Make Chords“ - erst generieren.

    Wenn man im ersten Szenario die „Follow“-Option einschaltet, ist der Chordtrack „out of snyc“ mit dem eingespielten bzw. importierten Material. Bevor die Algorithmen des Chordtrack solch einen Track mit den folgenden Edit-Operationen synchronisieren können, muß klar sein, in welchem Verhältnis die neu aufgenommene (bzw. importierte) Musik zu den bestehenden Akkord steht. In dem diskutierten Dialog sagt man dann: „Synchronize Track Data with Chord Track First“.

    Im zweiten Fall – nach der Analyse von schon existierender Musik in Akkordsymbole auf einen neuen Chordtrack – ist das Verhältnis der Töne zu den Akkorden bereits geklärt. Die Algorithmen (in Cubase) „wissen bereits“, in welcher Beziehung das Ausgangsmaterial zu den Akkorden steht: dies ist ein Grundton; dies die Terz (die große Terz in einem Dur-Akkord, die zu einer kleinen Terz wird, wenn der User zB. einen C-Dur-Akkord in einen C-Moll editiert); und dies ein Ton, der außerhalb von Skalen und Akkorden steht, und zB. ein chromatischer Vorhalt ist. – Man sollte dann die „Follow Directly“-Option aktivieren.

    (Kommentarfunktion z.Zt. deaktiviert.)
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