8.9.2009

Hans Werner Henze: Wesendonck-Lieder (Instrumentation)

Eine Premiere: ich habe soeben zum ersten Mal für den Download von MP3-Dateien bezahlt. Das heißt nicht, daß ich sonst Dauerkunde bei Pirate-Bay und Co. wäre, im Gegenteil - ich gehöre zur langsam aussterbenden Gattung jener, die sich noch CDs ins Regal stellen, und im Zweifel bereit sind, dafür auch mal €20,- zu bezahlen. MP3 klingt einfach deutlich schlechter als 44.1kHz-Audio auf einer Audio-CD. Bei ohnehin stark komprimierten Aufnahmen aus dem Popbereich kann man die Kompression von MP3 notfalls noch aushalten - spätestens im Bereich der sog. Klassik, die gelegentlich auch mal sehr leise wird und daher den kompletten Geräuschspannungsabstand von 90db auch ausnutzt, bekommt man aber Artefakte, die ich deutlich wahrnehme. - Ich habe die Gründe dafür bereits skizziert.

Jetzt ist es ausgerechnet eine Aufnahme von Richard Wagners Wesendonck-Liedern - eines Werks, von dem es dutzende Aufnahmen gibt -, die mich dazu verführt hat, bei Amazon knapp €8,-(!) dafür auszugeben, mich mit der schlechten Qualität zufrieden zu geben, und auch auf ein Booklet zu verzichten (aus dem z.B. mindestens hervorginge, wann die Aufnahmen gemacht wurden). In diesem Fall bin ich aber froh, überhaupt irgend eine Aufnahme gefunden zu haben - das sind nämlich die Wesendonck-Lieder in der Instrumentierung durch Hans Werner Henze, nach denen ich lange Ausschau gehalten hatte. Sehr schön - endlich.

Der Vergleich von Henzes Behandlung des Orchesters mit jener Wagners (bzw. Franz Mottls) ist nicht mit zwei Sätzen zu erledigen - ich komme auf das Thema zurück.

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